Arbeitsgruppen

AG 1: Male Allies - Wie können Männer Gleichberechtigung voranbringen?

Vincent-Immanuel Herr & Lyn von der Laden

 

Male feminism - Männer als Feministen. Seit ein paar Jahren ist davon zu hören. Ausgehend von den USA, wo Geschlechterforscher*innen wie Michael Kimmel oder die UN Women Kampagne HeForShe Männer an das Thema heranführen, gibt es einen ersten Trend hin zu größerer männlicher Beteiligung im Feminismus. Ein neues Phänomen, dem nach wie vor gerade viele Männer skeptisch gegenüber stehen. Denn was genau ist die Rolle von Male Allies - männlichen Verbündeten von Frauen - im Einsatz für Gleichberechtigung? Warum sollten sich Männer engagieren? Welche Hürden gibt es und wo verlaufen möglichen Fallstricke? Was können Frauen tun, um Männern an Bord zu holen? Und ganz allgemein: Profitieren von einer gleichberechtigten Gesellschaft wirklich alle? Diesen Fragen stellt sich der  Workshop. Dabei versuchen wir uns an dem Spagat zwischen differenzierter Betrachtung dieser komplexen Thematik und pragmatischer Handlungsorientierung - mit Betonung auf letzterem. Der Workshop ist interaktiv gestaltet und lebt von dem Engagement der Teilnehmenden. In einer offenen, vertraulichen und wertschätzenden Atmosphäre soll dabei auch Raum sein, eigene Erfahrungen zu teilen. Vorkenntnisse sich nicht nötig, eine offene Einstellung gegenüber dem Thema ist aber sicherlich hilfreich.

 

Zur Vorbereitung dient bereitgestelltes Material sowie eigene Recherche zu einem Schwerpunktbereich, wie bspw. Berufsleben, Partnerschaft/Familie oder die Peergroup (Vorbereitungszeit insgesamt ca. 2-3 Stunden).


AG 2: Männliche Sozialisation & Jungenarbeit

Prof. Dr. Gerd Stecklina & Matthias Becker

 

In der AG beschäftigen wir uns zum Einen mit männlicher Sozialisation als lebenslanger Prozess für Jungen und Männer. D.h. wir fragen danach, wie Jungen und Männer (a) sich mit ihrer Umwelt aktiv-produktiv auseinandersetzen, (b) wie sie im Rahmen ihrer männlichen Selbstdefinition eine spezifische Performanz entwickeln und  (c) wie sie mit Gesichtspunkten der sozialen Männlichkeit, die sich im Handeln von Individuen und Strukturen widerspiegeln (u.a. gesellschaftlichen Machtstrukturen), konfrontiert sind, diese (re-)präsentieren und sozial verhandeln. Auf dieser Grundlage werden nachfolgend Ziele und Aufgaben der Jungenarbeit vorgestellt, diskutiert und mit Praxisbeispielen unterlegt.


AG 3: Theoretical fundamentals of masculinity studies: Foucault, Bourdieu and Connell

Dr. Olga Selin Hünler

 

In this seminar we will discuss some of the groundbreaking texts in the research on masculinities. We will analyse the seminal pieces of Foucault, Bourdieu and Connell and focus on their most interesting aspects for our contemporary society. We are looking forward to challenging discussions about the narratives that these influential thinkers triggered and how they move discussions today. A special emphasis will be placed on their relation to normative masculinities across time and place.

 

In preparation for this workshop, you will be send three short excerpts and articles of the authors mentioned above and asked to prepare a reflection on your personal take-aways and reactions to the texts.


AG 4: Aktive Vaterschaft: Hindernisse, Herausforderungen und Chancen

Dr. Almut Peukert

 

In dem Workshop wird das Phänomen "neue" oder "aktive" Väter aus drei verschiedenen Perspektiven beleuchtet: Mit Blick auf Mikropolitiken beschäftigen wir uns mit alltäglichen Interaktionen zwischen verschiedenen relevanten Akteuren, in die vergeschlechtlichte Selbstverständlichkeiten bezüglich Erwerbs- und Familienarbeit eingelassen sind. So werden bspw. i.d.R. nur werdende Mütter gefragt, wie sie Beruf und Familie vereinbaren wollen, während Väter diese Frage deutlich seltener beantworten müssen. In der zweiten Perspektive setzen wir uns auf der Mesoebene mit Vätern in Organisationen (Unternehmen, Öffentliche Verwaltung) auseinander, da Arbeitgeber eine zentrale Rolle bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zukommt. Auf der dritten Ebene diskutieren wir familien- und sozialpolitische Rahmungen und Gestaltungsmöglichkeiten für eine Unterstützung und Förderung aktiver Väterlichkeit.

 

Entlang dieser drei Ebenen werden wir zum einen Ergebnisse aktueller empirischer Studien zum Wandel von Väterlichkeit, Erwerbs- und Familienarbeit diskutieren. Anknüpfend an den Status Quo werden wir zum anderen Gestaltungsmöglichkeiten und Visionen für eine geschlechtergerechte Zukunft entwickeln.

 

Zur Vorbereitung werden die Teilnehmenden gebeten, drei Zeitungsartikel zum Thema Väter und Erwerbs-/Familienarbeit bzw. Elternzeit zu recherchieren und mitzubringen.


AG 5: Gender Performativity - die alltägliche Performanz von Gender

Finia Kuhlmann

 

In diesem Seminar werden wir die theoretischen Grundlagen von gender performativity erarbeiten und auf Männlichkeit anwenden. Dieses soll auf Diskussionsbasis passieren und ein Schwerpunkt wird auf konkreten Beispielen liegen um die Theorie verständlich zu machen.

 

In einem zweiten Schritt setzen wir die Theorie in die Praxis um: In einem interaktiven, körperbezogenen Workshop werden wir verschiedene Körperhaltungen, Sprechstile, und Verhaltensmuster erproben und damit “typisch weiblich, typisch männlich” hinterfragen.

 

Vorbereitungsaufwand: Eine kurze Zusammenfassung der relevanten Theorien von Butler wird vor dem Wochenende zirkuliert (Leseaufwand 60min) um einen gemeinsamen ersten Wissensstand zu vermitteln.


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